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Viele der alten Kulturpflanzen, die früher einmal weit verbreitet waren, sind inzwischen überflüssig geworden, weil es in unserer schnellebigen technisierten Welt keinen Platz mehr für sie gibt. Wir können heute alles viel einfacher und billiger im Supermarkt kaufen. Bei den Heilkräutern für die alltäglichen Wehwehchen ist es genauso. Früher war der Weg zur Apotheke in der nächsten Stadt weit, und so wurden erst einmal die eigenen Hausmittel eingesetzt. Heute hat man es da einfacher, aber mit den Pflanzen geht auch das jahrhundertealte Wissen über deren Nutzung verloren. Um dem entgegenzuwirken, versuche ich, diesen Pflanzen wieder einen Platz in den Gärten zu vermitteln.
Auch Ihr Garten kann zu einer "Arche Noah" für selten gewordene Pflanzenschätze werden!
Die Idee zum Verkauf von Samen entstand aus der ehrenamtlichen Arbeit im NABU Oberberg (OBN) heraus, wo wir insektenfreundliche alte Gartenpflanzen wieder stärker verbreiten und auch den Anbau von Wildpflanzen fördern wollen. Deshalb biete ich nun fast 200 verschiedene Sämereien von ungefüllten Wild- und Zierpflanzen zum Kauf an. Darunter sind viele symbol- und heilkräftige Arten der traditionellen Gärten, die heute kaum mehr anzutreffen sind.
Zu meinem Angebot gehören neben den beliebten Bauerngarten-Blumen auch alte Kulturpflanzen, die inzwischen ausgedient haben und fast in Vergessenheit geraten sind. Dazu gehören z.B. die Färbepflanzen, mit denen man früher Wolle gefärbt hat, oder auch das Seifenkraut, das als Seifenersatz herhalten mußte. Außerdem führe ich auch einige alte Gemüsearten wie verschiedene Farbvarianten der Gartenmelde oder die Kapuzinererbse mit ihren attraktiven blauen Hülsen. Auch unter den Heilkräutern, gibt es viele Arten, die heute kaum noch jemand kennt, wie z.B. das Echte Herzgespann.
Früher wuchsen in den hiesigen Gärten auch viele inzwischen selten gewordene Wildkräuter wie z.B. die Rauhe Büschelnelke. Heute müssen dagegen sogar die sogenannten "Unkräuter" manchmal ums Überleben kämpfen - ganz im Gegensatz zu ihrem Namen. Dazu gehören einige Ackerunkräuter, wie das reizende Acker-Löwenmäulchen, das auf den modernen Äckern keine Chance mehr hat, oder der Gute Heinrich, früher ein häufiges Unkraut der Dörfer. Er kommt bei uns im Oberbergischen heute nur noch an 2 Stellen vor. Die Samen dieser seltenen Arten entnehme ich selbstverständlich nicht der Natur sondern ernte sie in meinem Garten.
Eine html-Liste mit meinem gesamten Angebot finden Sie hier . Falls Sie eine ausführlichere gedruckte Ausgabe haben wollen, können Sie diese pdf-Dateien herunterladen: Liste der Sämereien und Mischungen, Preise, Beschreibungen. Die Listen haben eine etwas längere Ladezeit - bitte haben Sie etwas Geduld.
Falls Sie noch nicht über den notwendigen Acrobat-Reader verfügen, können Sie ihn hier kostenlos aus dem Internet laden. Adobe® Acrobat® Reader ist ein Software-Paket, mit dem Sie Dateien im Adobe Portable Document Format (PDF) ansehen oder ausdrucken können. PDF-Dateien können im Acrobat-Reader mit dem Speichern-Symbol auf die eigene Festplatte gespeichert werden.
Der Preis pro Portion beträgt 2 Euro, dazu kommen Versandkosten von 1,50 bis 2 Euro. Der Sendung liegt ein vorbereitetes Überweisungsformular bei. Bei Lieferung außerhalb Deutschlands sind die Gebühren bei Zusendung eines (Euro-)Schecks in ¤ "nur zur Verrechnung" meist am geringsten. Bei Lieferung außerhalb Europas kommen noch Bankgebühren dazu. Lieferung nur, solange Vorrat reicht.
Wer die Sämereien direkt bei mir abholen möchte, sollte vorher kurz anrufen (Tel. 02293/1404), da ich kein Geschäft habe und oft nicht zu Hause bin.
Wer mir einfach nur eine Nachricht senden möchte kann sich ins Gästebuch eintragen oder eine eMail schicken.
Jungfer im Grünen (Nigella damascena) und Süßdolde, Myrrhenkerbel (Myrrhis odorata)
Weshalb der Myrrhenkerbel meinen Sämereien den Namen gegeben hat?? - Myrrhenkerbel ist der alte Name der Süßdolde. Er repräsentiert meine Sämereien besser als jede andere Pflanze: Der Myrrhenkerbel ist eine einheimische Wildpflanze, die früher in den Bauerngärten als Gemüse-, Würz- und Heilkraut gezogen wurde. Er ist vielseitig verwendbar. Durch seine ätherischen Öle stärkt er die Lunge, wärmt den Magen und regt den Appetit an. Schon früh im Jahr kann man seine süßlichen Blätter fein gehackt in Salatmarinaden geben. Gekocht mit Rhabarber oder sauren Früchten helfen sie, Zucker zu sparen, was besonders Diabetiker interessieren wird. Die weißen Blütendolden kann man als eßbare Dekoration verwenden und schon ein kleines Stengelstück ergibt in Korn eingelegt einen köstlichen Anisschnaps. Aber das beste am Myrrhenkerbel sind die ungewöhnlich großen aromatischen Samen. So lange sie noch unreif und saftig sind, schmecken sie wie Lakritz. Das macht sie besonders bei Kindern sehr beliebt, wenn sie "im Vorbeigehen" davon naschen können. Welche andere Pflanze hat uns schon so viel zu bieten? Und zu allem Überfluß läßt sich die Süßdolde im Garten auch noch völlig problemlos kultivieren und wächst im laufe der Jahre zu einer überaus stattlichen Pflanze heran. Ein nicht zu trockener Platz im Halbschatten reicht ihr völlig aus.
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Ursula Schneider
Myrrhenkerbel@t-online.de