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Immer der Nase nach -
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Im Garten bilden etwa 800 verschiedene Pflanzenarten eine harmonische Gemeinschaft. Er ist ca. 25 Jahre alt und etwa 1000 qm groß.
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| Bis vor kurzem verbarg sich der abwechslungsreiche naturnahe Garten hinter einer hohen Fichtenhecke. 2001 wurde die Hecke entfernt und an der Talseite durch eine Trockenmauer und Sichtschutz-Pergola mit Rankpflanzen ersetzt.
Mehr Bilder der gesamten Mauer finden Sie in meinem Fotoalbum "Gartenrundgang". |
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Der ganze Garten wird natürlich biologisch gepflegt. Vieles darf sich selbst entwickeln. Und so entstehen jedes Jahr wieder andere Gartenbilder, in die ich nur vorsichtig lenkend eingreife. Dadurch mag er vielleicht etwas verwildert wirken, aber man sieht, wie wohl sich die Pflanzen fühlen, und manchmal wirkt es, als hätte Mutter Natur selbst eine dicke Samentüte ausgeleert.
Er enthält eine faszinierende Pflanzenwelt, die es uns ermöglicht, mit allen Sinnen zu genießen. Historische Rosen und viele Duft- und Gewürzkräuter vom einheimischen Bärlauch bis zum tropischen Fruchtsalbei laden zum Schnuppern und Schmecken ein. In Kübeln auf der Terasse und an der "Duft-Bar" stehen viele "Streichel-Pflanzen", die mit ihren himmlischen Düften unsere Sinne betören. |
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Im Garten selbst dominieren die altbewährten Bauerngarten-Blumen, deren kurzlebige Vertreter sogar den Gemüsegarten zu einem Schmuckstück machen können.
Alte Kulturpflanzen, die heutzutage ausgedient haben, werden hier noch gehegt und gepflegt. Dazu gehören z.B. Pflanzen, mit denen man früher Wolle gefärbt hat, oder auch das Seifenkraut, das als Seifenersatz herhalten mußte. Im bunten Gemüsegarten werden neben Mischkulturen mit Gemüse für den täglichen Bedarf auch alte Gemüsearten gezogen, wie z.B. die Gartenmelde, die früher als Spinat üblich war oder Kartoffeln, aus denen man ein blaues Kartoffelpurree zubereiten kann. Am Rande des Gemüsegartens befindet sich ein Heilkräuter-Beet, in dem auch einige Kräuter stehen, die in den Klostergärten des Mittelalters gezogen wurden und die heute fast vergessen sind. |
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In einem naturnahen Garten finden natürlich auch selten gewordene Wildkräuter Asyl. Es gibt viele einheimische Pflanzen, die nur wenig Pflege brauchen und die von der Schönheit her mit den meisten Gartenpflanzen durchaus mithalten können.
Die "schönen Wilden" erfreuen nicht nur durch ihre attraktive und langanhaltende Blüte, sondern man kann an ihnen auch viele interessante Beobachtungen machen. Die Wildpflanzen locken viele Insekten an und mit den Insekten holen sie auch Vögel und andere Tiere in den Garten. Und ein Garten voller Leben ist doch auch für uns Menschen viel interessanter als eine grüne Wüste mit lauter Exoten. |
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Bei schönem Wetter summt es hier überall. Und von einem so insektenfreundlichen Garten schwärmen natürlich auch die eigenen Bienen. Ein Garten kann auch den Honigbienen ein fast ganzjähriges Nahrungsangebot an Nektar und Pollen liefern und Trachtlücken überbrücken helfen. Vor allem die Pollenversorgung kann man im Garten wesentlich verbessern. Gut mit Pollen ernährte Bienen leben z.B. länger (Winterbienen!) und bilden besonders widerstandsfähige Völker. Und auch auf die Honigqualität hat die Pollenernährung einen großen Einfluß, denn nur wenn die Bienen ein reichhaltiges Pollenangebot haben, bilden sich ihre Drüsen richtig aus. Diese sind wichtig für die Sekrete, mit denen die Bienen Nektar zu Honig umarbeiten.
Bei mir leben zur Zeit 7 Bienenvölker, die einen sehr aromatischen Honig sammeln, von dem ich auch etwas abgeben kann. |
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Ursula Schneider
Myrrhenkerbel@t-online.de