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- Wabenecht oder kalt geschleudert? -
- Fermentreich oder Auslese? -
Oft begegnet man im Supermarkt, im Fernsehen, in Zeitschriften oder im Gespräch mit Freunden und Bekannten verwirrenden Fachausdrücken und Werbeschlagworten. Und daß der Honig reif ist, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Da die Unsicherheit bei vielen Honigfreunden immer noch sehr groß ist, habe ich im folgenden einige Informationen über den Honig zusammengestellt. |
Aus der Geschichte der Imkerei
Schon der Urmensch, der den Honig und auch das Wachs schätzte, spürte den Bienen nach, bis er die versteckten Bauten fand und die mit flüssigem Honig gefüllten Waben ausbrechen konnte. Im Mittelalter waren Wachs und Honig dann so begehrt, daß der Ertrag der natürlichen Bienenvorkommen nicht mehr ausreichte. Seit etwa 1500 Jahren gibt es das Handwerk der Imker, die man damals Honigschneider oder Zeidler nannte. Um die Zahl der Bienenwohnungen zu vermehren, meißelten sie in stehende Bäume Höhlungen und besetzten sie mit Bienenvölkern. Später machten sie sich aus gefällten Bäumen Klötze, die sie ausbrannten und mit Deckeln versahen. Diese Klotzbeuten konnten die Zeidler an beliebigen Orten aufstellen und so ging die Waldbienenzucht allmählich in die Hausbienenzucht über. Honig war damals das einzige Mittel zum Süßen. Er hatte eine ähnliche Vorrangstellung wie das Salz, das als "weißes Gold" galt. Erst mit der Massenproduktion von Zucker aus Zuckerrohr und -rübe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung des Honigs ab.
| Die Deutschen sind Weltmeister im Honigschlecken; sie verzehren etwa 1/3 der weltweit gehandelten Ernte. Dieser hohe Bedarf kann nur zu 20 % mit deutschem Honig gedeckt werden. Industrielle Abfüller verwenden daher hauptsächlich Importhonig, dessen Herkunft nicht immer klar ist. Auch teurere Qualitätshonige aus Amerika werden oft mit Billigware aus China gestreckt. Im Billigpreissegment dürfte der Anteil der chinesichen Ware an Mischblütenhonigen bei 70 bis 100 % liegen. Und gerade der chinesische Honig gerät wegen mangelnder Hygiene, hohem Wassergehalt, Verfälschungen und zu hohen Rückständen von Arzneimitteln und Pestiziden immer wieder in die Kritik. Außerdem bringt die industriemäßige Abfüllung von Honig erhebliche Verringerung der Naturbelassenheit mit sich. Importhonig kristallisiert bereits beim Schiffstransport in großen Fässern. Er muß erwärmt werden, um ihn in Gläsern abfüllen zu können. Ein Honig dagegen, der vom Imker selbst ohne Klimaschädigung und lange Lagerung nach möglichst wenigen schonenden Verarbeitungsschritten in das Glas gefüllt wird, ist besonders wertvoll, da er reich an Enzymen ist. Deshalb: Kaufen Sie Ihren Honig möglichst nah am Bienenvolk!
Honigkauf ist Vertrauenssache. Die Imkerei ist mühsam, und die Ernten sind in unserer abwechslungsreichen Landschaft nur klein. Deshalb ist guter Honig teuer. Da ist es kein Wunder, daß er seit alters her zu den Lebensmitteln gehört, die am häufigsten verfälscht werden. Honig ist ein Naturprodukt: jedes Jahr, an jedem Ort und sogar von Bienenvolk zu Bienenvolk verschieden. Der Verbraucher kann Verfälschungen mit billigen Sorten nicht erkennen. Untersuchungen haben ergeben, daß die Hälfte der importierten Honige gepanscht sind. Das lohnt sich v.a. bei teuren Sortenhonigen wie z.B. Akazien oder Tannenhonig. Geradezu klassisch sind Verfälschungen mit Zucker bis hin zu vollsynthetischem Honig. Solche Verfälschungen sind auch im Labor nur sehr schwer festzustellen. |
Entdeckeln einer reifen Honigwabe |
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Die Naturbelassenheit, die Schadstoffarmut und der reiche Gehalt an natürlichen Wirkstoffen machen den Honig zu einem idealen Lebensmittel für die Verfeinerung der täglichen gesunden Ernährung. Er eignet sich besonders als Brotbelag und zum Abschmecken von Salatmarinaden, kalten Süßspeisen, zu Früchten, Müsli und Getränken. Besonders gut schmeckt Honig kombiniert zu den Gewürzen Nuß, Mandel, Vanille, Zimt, Nelke und Zitrone. Da Honig auch hitzeunempfindliche Inhaltsstoffe enthält, spricht nichts dagegen, mit dem Bienenprodukt zu backen und zu kochen. Trotzdem ist es ratsam, den Honig möglichst erst nach der eigentlichen Garzeit, unmittelbar vor dem Verzehr, zu dem Gericht zu geben, damit möglichst viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Beim Backen mit Honig sollte man die Flüssigkeitsmenge um 1 - 2 Eßlöffel verringern und 1/2 Teelöffel Backpulver zusätzlich zum Teig geben. |
... Und hier unser bestes Honig-Rezept: "Bienenstich" - einmal anders Mürbeteig: 200 g Mehl, 2 EL Milch, |
| ... und wo bekommt man guten Honig? natürlich bei allen Imkern unseres Vereins. Adressen finden Sie hier. |
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