Sämereien, Saatgut, Samen

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Sämereien seltene Gartenkräuter
 

Samen Seltene Gartenkräuter
Allgemeines, alphabetische Liste
Die Liste hat eine etwas längere Ladezeit - bitte haben Sie etwas Geduld
Mischungen
Hinweise zur Aussaat
- Aussaaterde
- Auflaufkrankheiten
- Kaltkeimer
- Lichtkeimer
- Dunkelkeimer
- So säen Sie richtig
Sämereien

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Sämereien aus oberbergischen Natur- und Bauerngärten

Sicherlich ist es am einfachsten, "fertige" Pflanzen in der Gärtnerei zu kaufen. Interessanter aber ist es, seine Pflanzen selbst aus Samen heranzuziehen. Man wird entlohnt durch die Gewißheit, selbst etwas geschaffen zu haben und kann die Entwicklung von klein an bis zur blühfähigen oder erntereifen Pflanze miterleben. Wenn Sie die Hinweise zur Aussaat beachten, ist es gar nicht so schwer; sie brauchen nur etwas Geduld. Vor allem die Stauden brauchen Zeit für ihre Entwicklung, sind dafür langfristig aber auch dankbarer als kurzlebige Sommerblumen.

Mit dieser Liste biete ich unter anderem Sämereien von symbol- und heilkräftigen Pflanzen der traditionellen ländlichen Gärten an; Samen von Pflanzen, die einst beliebt waren, heute aber kaum mehr anzutreffen sind. Es hat seinen Reiz, zu experimentieren und aus der Fülle des Unbekannten immer wieder neue Pflanzenschätze zu entdecken und vielleicht ein Stück alten Kulturguts in seine Obhut zu nehmen bevor es ganz verschollen ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit meinem Saatgut viel Freude im Garten.
Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie mir einfach eine eMailseltene Gartenpflanzen

Auch wenn man die Samen nicht ißt, so sollte man trotzdem biologisch erzeugte Sämereien bevorzugen. Denn im intensiven Zierpflanzenbau werden noch mehr Pestizide eingesetzt als bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Es geht nicht nur darum, ein Produkt für die individuelle Gesundheit zu kaufen, sondern es kommt ebenso darauf an, die Natur zu erhalten und den Anbau umweltfreundlich zu gestalten, Boden, Wasser und Luft vor Belastungen zu schützen. Den meisten Firmen ist das Anbaurisiko ohne die Verwendung von Spritzmitteln viel zu groß. Die Vermehrungsbetriebe liegen meist in südlichen Ländern mit niedrigen Löhnen und günstigem Klima, weil dort das Risiko durch die Abhängigkeit vom Witterungsverlauf nicht so hoch ist wie bei uns. Meine Mutterpflanzen werden schon seit vielen Jahren im eigenen Garten unter ganzheitlichen Gesichtspunkten im Einklang mit der Natur gezogen - ohne Chemie und Torf, nur mit Hilfe von Kompost, Steinmehl und der Förderung von Gartentieren.

Die Samen der Wiesenblumen und einiger häufiger Wildpflanzen wurden an oberbergischen Wegrändern gesammelt. Die seltenen Arten stammen aus dem eigenen Garten. In den Mischungen sind keine hochgezüchteten Kulturformen enthalten. Das Saatgut wird von Hand geerntet, gereinigt und verpackt. Ohne maschinelle Hilfe lassen sich manche Sämereien leider nicht ganz reinigen. Ich bitte deshalb um Ihr Verständnis, wenn in manchen Tütchen noch Samenhüllen oder Flugorgane enthalten sind.

Da die Samengewinnung der Wildarten und die viele Handarbeit sehr aufwendig ist, beträgt der Preis 2 Euro pro Portion zuzüglich Versandkosten (meist 2 Euro). Bei Lieferung außerhalb Deutschlands sind die Gebühren bei Zusendung eines (Euro-)Schecks in ¤ "nur zur Verrechnung" meist am geringsten. Bei Lieferung außerhalb Europas kommen noch Bankgebühren dazu.

Bis auf die Raritäten und einige besonders arbeitsaufwendige Sämereien sind alle Portionen sehr großzügig bemessen. Bei einigen Sämereien war der Ertrag nicht sehr groß, darum erfolgt die Lieferung nur, solange der Vorrat reicht.

Sämereien seltene Gartenkräuter
Bestellen Sie also rechtzeitig per eMail .

Die beste Zeit zum Samenkauf ist der Herbst, da viele Wildpflanzen Kaltkeimer sind. Mein Saatgut ist zu dieser Zeit bereits ganz frisch und gut lagerfähig. Um Ihnen die Nachnahmekosten zu ersparen, lege ich der Lieferung ein Überweisungsformular bei und bitte um Begleichung innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung.
 

Samen seltene Gartenkräuter Würz- und Teekräuter sind kraftvolle Pflanzen und sollten vorsichtig dosiert werden. Jeder Mensch reagiert anders auf die Pflanzen. Für die Folgen von Unachtsamkeit oder persönlichen Experimenten mit Heilpflanzen oder Giftpflanzen (z.B. Christrose, Eisenhut, Fingerhut, Stechapfel, Tollkirsche) kann ich keine Verantwortung übernehmen.
 
Sämereien

Alphabetische Liste (nach deutschen Namen geordnet)
 

Deutscher Name Botanischer Name Lebensdauer
Größe
cm
Blüte Standort Boden
günstigster
Aussaat-
Monat
Akelei (alte Formen) Aquilegia vulgaris var. Staude 60-
100
5-7
rot - blau
Schatten -
Halbschatten
mittel-
trocken
2-3
Alant, Echter Brustalant Inula helenium Staude 200-
250
7-8
gelb
Ssonne -
Halbschatten
mittel 3-4
Alant, schmalblättriger Zwerg- Inula ensifolia Staude 20-
60
7-8
gelb
Sonne -
Halbschatten
mittel-
trocken
3-4
Aniskraut, Duftnessel Agastache anethiodora Staude 80-
100
7-9
lila
Sonne mittel 2-3
Blutweiderich, Blutkraut Lythrum salicaria Staude 50-
130
6-9
violett
Sonne -
Halbschatten
feucht 7-3
Brandkraut, Goldquirl, Filzkraut Phlomis russeliana 
syn. samia
Staude 20-
80
6-8
gelb
Sonne mittel-
trocken
1-3
Breitwegerich, Rotblättriger Plantago major
var. rubra
Staude 5-
30
6-10
rotbraun
Sonne mittel-
feucht
8-4
Eisenhut, Helmblume Aconitum napellus var. Staude 100-
150
6-9
blau
Halbschatten feucht 8-12
Felsnelke, Tunika Petrorhagia saxifraga Staude 20-
30
6-9
weiß
Sonne trocken 2-3
Fingerhut, Roter Digitalis purpurea 2-jährig 100-
150
6-8
rotviolett
Sonne-
Halbschatten
mittel 5-7
Fingerkraut, Silberweißes Potentilla argentea Staude 20-
50
6-10
gelb
Sonne trocken 1
Flockenblume, Berg- Centaurea montana Staude 30-
60
5-10
blau
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
1-3
Frauenmantel, Behaarter Alchemilla mollis Staude 20-
50
6-10
gelbgrün
Sonne-
Schatten
mittel-
feucht
8-12
Gilbweiderich, Gemeiner Lysimachia vulgaris Staude 50-
130
6-8
gelb
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12
Glockenblume, Nesselblättrige Campanula trachelium kurzlebige
Staude
50-
100
6-8
blau/weiß
Sonne-
Schatten
mittel 3-9
Helmkraut, hohes Scutellaria altissima Staude 60-
80
6-9
hellblau
Sonne-
Halbschatten
mittel 2-3
Johanniskraut, Echtes Tüpfel- Hypericum perforatum Staude 25-
60
6-8
gelb
Sonne mittel-
trocken
12-4
Johanniskraut, Mannsblut Hypericum androsaemum Staude 100-
150
6-8
gelb
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
12-3
Johanniskraut, Schönes Hartheu Hypericum pulchrum Staude 20-
50
7-9
gelb
Sonne trocken 12-3
Knoblauch (Brutzwiebeln) Allium sativum Staude 50-
90
8
rosa
Sonne mittel-
trocken
8-9
Königskerze, Kleinblütige Verbascum thapsus 2-jährig 20-
200
7-9
gelb
Sonne mittel-
trocken
5
Kornblume, Kornnelke Centaurea cyanus 1-2jährig 30-
60
6-10
blau
Sonne mittel 8-4
Kornrade Agrostemma githago 1-jährig 30-
60
6-7
purpurn
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
8-4
Kugeldistel, Blaudistel Echinops spec. Staude 90-
120
6-8
blau
Sonne mittel-
trocken
8-2
Leimkraut, Rote Waldnelke Melandrium rubrum,
Silene dioica
Staude 30-
60
4-6
rot
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
3-5
Leinkraut, Purpur- Linaria purpurea Staude 20-
60
5-8
purpur, rosa
Sonne trocken 3-4
Löwenmaul, Acker- Antirhinum orontium 1-jährig 10-
35
7-10
rosa
Sonne mittel-
trocken
3-4Sämereien
Deutscher Name Botanischer Name Lebensdauer
Größe
cm
Blüte Standort Boden
günstigster
Aussaat-
Monat
Mädesüß, Echte Spierstaude Filipendula ulmaria Staude 60-
150
7-9
weiß
Sonne-
Halbschatten
feucht 3-4
Malve, Moschus- Malva moschata 2jährig 30-
80
6-10
lila
Sonne-
Halbschatten
mittel 3-9
Malve, Rosen-
Sigmarskraut
Malva alcea 2jährig 80-
100
6-10
lila
Sonne-
Halbschatten
mittel 3-9
Mohn, Klatschrose Papaver rhoeas spec. 1-2jährig 20-
70
5-7
rot
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
7-3
Mutterkraut, Silber-Rainfarn Tanacetum niveum kurzlebige
Staude
50-
60
7-9
weiß
Sonne mittel-
trocken
3-5
Nachtviole, Mondviole Hesperis matronalis kurzlebige
Staude
80-
100
5-7
lila
Sonne mittel-
feucht
3-5
Nelke, Rauhe Büschel- Dianthus armeria 2-jährig 30-
60
6-7
rot
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
3-4
Oregano, Wilder Dost Origanum vulgare Staude 30-
50
7-9
rosa-weiß
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
4
Pimpinelle Sanguisorba minor Staude 30-
70
5-8
grün-rötlich
Sonne-
Halbschatten
trocken 3
Rainfarn, krausblättrig Tanacetum vulgaris Staude 60-
100
7-9
gelb
Sonne mittel-
trocken
1-3
Ringelblume, Garten-, Ringelrose Calendula officinalis 1-jährig 40-
70
6-10
goldgelb
Sonne mittel-
trocken
7-4
Rukola, wilde Rauke Eruca silvatica kurzlebige 
Staude
30-
50
5-7
gelb
Halbschatten mittel-
feucht
4-8
Sauerampfer, Blut- Rumex sanguinea 
ssp. sanguinea
Staude 30-
80
5-8
rotbraun
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
1-2Sämereien
Schnittlauch, Berglauch, Breitlauch Allium senescens Staude 30-
60
5-8
lilapurpurn
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12
Schnittlauch, kantiger Lauch Allium angulosum Staude 30-
40
7-8
hellpurpurn
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12
Silberblatt, Garten-,   Mondtaler Lunaria annua 2-jährig 30-
100
4-6
violett
Sonne-
Halbschatten
mittel-
trocken
3-4
Silberblatt, Wildes Lunaria rediviva Staude 30-
120
5-7
hellviolett
Schatten-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-2
Sterndolde, Große Astrantia major Staude 30-
90
6-9
weißrötlich
Schatten-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12
Stockrose, Mischung Althaea rosea kurzlebige 
Staude
150-
300
6-10
weiß/gelb/rot
Sonne mittel 1-6
Süßdolde, Myrrhenkerbel Myrrhis odorata Staude 100-
150
6-7
weiß
Schatten-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12
Telekie, Ochsenauge Telekia speciosa Staude 60-
150
4-8
gelb
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
4
Teufelsabbiß, Ackerskabiose Succisa pratensis Staude 15-
50
7-9
lila
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
12-1
Tollkirsche, Walkerbaum Atropa belladonna Staude 50-
150
6-8
dunkelviolett
Halbschatten mittel-
feucht
8-12
Waldgeißbart Aruncus sylvestris (dioicus) Staude 80-
150
6-7
weiß
Schatten-
Halbschatten
mittel 10-3
Weidenröschen, Rauhhaariges Epilobium hirsutum Staude 60-
120
6-9
rosa
Sonne feucht 8-3
Weinraute, Gartenraute Ruta graveolens Staude 50-
70
6-8
gelb
Sonne trocken 8-12
Wiesenraute, Amstelraute Thalictrum aquilegifolium Staude 80-
150
5-7
lila
Sonne-
Schatten
mittel-
feucht
8-3
Wolfsmilch, Kreuzblättr. Wühlmaus- Euphorbia lathyris 2-jährig 80-
120
6-7
grün
Sonne mittel-
trocken
2-5
Wolfsmilch, Mandel- Euphorbia amygdaloides Staude 30-
60
4-5
gelbgrün
Schatten-
Halbschatten
mittel-
feucht
8-12Samen
Zitronenmelisse 
(grün oder golden)
Melissa officinalis ("Aurea") Staude 80-
100
6-9
weiß
Sonne-
Halbschatten
mittel-
feucht
2-4
Sämereien seltene Gartenpflanzen

Mischungen   -   Enthalten sind überwiegend dauerhafte Stauden.
1 große Portion für 20-30 qm kostet 8 Euro,
1 kleine Portion kostet 2 Euro.

Bauerngarten (ca. 49 Arten, 20 gr für 30 qm):
Enthält alte Kulturpflanzen, alte Gemüsearten, Kräuter, nostalgische Blumen und Stauden aus aller Welt.
Blühendes Dorf (ca.42 Arten, 25 gr für 30 qm):
Wildblumenmischung alter, zum Teil selten gewordener Dorfpflanzen für bunte Beete. Lockt Nützlinge an.

Samen

Hinweise zur Aussaat
Alle Samen unterliegen einer natürlichen Alterung und sollten deshalb möglichst bald ausgesät werden. Falls eine Lagerung notwendig ist, sorgen Sie bitte für Kühle, Trockenheit, Dunkelheit und Luftruhe. So halten sich die Samen auch über eine längere Zeit.
Die Bedingungen, die zu erfolgreicher Aussaat verhelfen, sind je nach Pflanzenart ganz verschieden. Auf den Samentütchen gebe ich genaue Hinweise zum besten Aussaattermin und dem Keimverhalten der jeweiligen Pflanzenart. Sollten Sie unsicher sein wie Sie säen sollen, empfiehlt es sich, die Samen aufzuteilen und unterschiedlich auszusäen (z.B. im Freiland und im Topf / im Herbst und im Frühjahr). Auch das Wetter oder Schnecken können schon mal Probleme bereiten. Aus diesen Gründen sollte man nie alle Samen auf einmal aussäen. Wenn man immer etwas zurückbehält, hat man - auch bei gärtnerischem Pech - die Möglichkeit, es im nächsten Jahr noch einmal zu probieren. Am günstigsten ist ein dauerhaftes Saatbeet, denn Wildpflanzen keimen nicht so schnell und gleichmäßig wie Kulturarten. Einige wenige Wildpflanzen keimen besonders schwer und liegen 2-3 Winter über (z.B. Bärlauch), manchmal keimen auch nach Jahren noch Nachzügler. Die Natur läßt sich Zeit; haben auch Sie Geduld! Falls in Schalen gesät wurde, sollten Sie die Aussaaterde niemals wegwerfen sondern im Garten verstreuen. Eine Garantie für das Gelingen der Aussaat kann ich leider nicht geben, da der Erfolg von zu vielen Faktoren abhängt, die ich nicht beeinflussen kann.

Aussaaterde sollte steril, nährstoffarm und locker sein. Wer nicht auf gekaufte Erde zurückgreifen will, kann auch Erde von Maulwurfshügeln verwenden. Sie ist von Natur aus mager und ziemlich frei von Unkrautsamen. Zum Sterilisieren schüttet man die Erde in einen Topf mit Deckel und erhitzt sie eine halbe Stunde im Backofen bei 150°C. Anschließend kann man noch 1/3 Sand untermischen.
Auflaufkrankheiten bei Vorkultur am Fensterbrett kann man verhindern, indem gleich nach der Aussaat die Oberfläche mit einer dünnen Schicht fein gemörsertem Holzkohlenstaub abgedeckt wird.

Auf den Samentütchen gebe ich genaue Hinweise zum besten Aussaattermin und dem Keimverhalten der jeweiligen Pflanzenart:
Kaltkeimer benötigen zur Keimung einen Temperaturwechsel: erst eine 3 Wochen lange warme, feuchte Periode und danach eine Kälteperiode (-4 bis +4°C) von ca. 6 Wochen. In der Natur säen sie sich im Herbst aus und keimen dann im Laufe des Frühjahrs.
Man sät sie also noch vor dem Winter in Töpfe oder Schalen und gräbt das Gefäß an einem schattigen Platz in der Erde ein, so daß Regen und Schnee voll einwirken können. Große Samen kann man mit einer Haube aus feinmaschigem Drahtgitter gegen Mäuse schützen.
Notfalls kann man den Samen den erweckenden Temperaturschock auch im Kühlschrank zufügen und sie vermischt mit feuchtem Sand erst warm lagern und dann in einen möglichst kalt (1-4°C) eingestellten Kühlschrank geben; anschließend bei +5 bis 12°C aussäen. In der Kühltruhe sterben die Samen ab.
Lichtkeimer keimen nur im Hellen. Ihr Saatgut ist meist sehr fein und wird nicht bedeckt, sondern nur angedrückt.
Große Körner bestreut man nur leicht mit Sand, so daß sie gerade nicht mehr zu sehen sind.
Dunkelkeimer vertragen dagegen kein Licht. Sie möchten richtig mit Sand bzw. Erde bedeckt sein.
Als Faustregel für die Stärke der Abdeckung gilt die zwei- bis vierfache Samendicke.

So säen Sie richtig :      (bei Aussaat im Freiland bitte sinngemäß vorgehen)
1. Sterilisierte Anzuchterde in den Topf oder die Schale füllen, mit einer Preßplatte oder ähnlichem fest andrücken und vorsichtig gießen.
2. Die Samen gleichmäßig auslegen; große Samen von Hand, kleines Saatgut aus der gefalteten Tüte rieseln lassen.
3. Die Samen mit der Platte andrücken. Dunkelkeimer mit einer Schicht Sand (dreifache Samendicke) bedecken und nochmals andrücken.
4. Vorsichtig mit einer Sprühflasche oder einem Wäschesprenger anfeuchten, nicht wegschwemmen.
5. Die Saatgefäße beschriften, mit einer Glasplatte oder Folie abdecken. Feucht halten, aber nicht zu naß.

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Ursula Schneider
Myrrhenkerbel@t-online.de